Belgien Reiseberichte

Auf den Spuren von Mystik und Natur in Belgien

Auf den Spuren von Mystik und Natur in Belgien

Die Lage von NRW, insbesondere von Köln, machen es einem nicht allzu schwer innerhalb kürzester Zeit in eine andere Kultur und Landschaft im angrenzenden Ausland abzutauchen. Ob 300 Kilometer westlich an die niederländische Küste, 180 Kilometer südlich ins liebliche Luxemburg oder 200 Kilometer südwestlich zum wandern nach Belgien… einen Fuß über die Landesgrenze gesetzt, erklingt eine andere Sprache, Essen und Trinken variieren und andersartige Häuser säumen das Land. An einem sonnigen Wochenende im April packen wir (3 Mädels aus Köln und Aachen) unsere Sachen zusammen für ein gemeinsames Wander-Relax-Koch-Wochenende in Belgien. Hatten wir zuvor schon gemeinsam die französischsprachige Region (die Wallonie) besucht, so entschieden wir uns diesmal für ein kuscheliges Ferienhaus von Ardennes Etape in der Nähe des Städtchens Houyet. Neben gemütlich kochen und entspannen am Kamin, stand für den Samstag außerdem eine Wandertour an. Welch ein Vorteil, dass eine der vielen Wanderwege direkt an unserer Haustür vorbei führte, so dass wir eigentlich nur aus der Tür fallen mussten

Rundweg Férage bis Houyet und zurück (ca. 10 km, 3 Stunden)

Von unserem Ferienhaus in Férage führt ein ausgeschilderte Rundtour von der Anhöhe hinunter bis ins das Städtchen Houyet. Teilweise über Asphaltstrasse (welche nur wenig befahren ist), viel über Feld- und Waldwege, führt der circa 10 Kilometer lange Wanderweg maximal 250 Meter hoch, weit runter an fern Fluss „La Lesse“ und stetig und leicht bergauf auf dem Rückweg. Zunächst laufen wir über eine asphaltierte Landstrasse durch das Nachbardörfchen Herhet, wo uns ein kleiner Wachhund nach dem nächsten neugierig empfängt, zum Leidwesen der ebenfalls anwesenden Katzen, die nur mürrisch drein gucken. Den Ort verlassend weiter geradeaus erreichen wir nach einem etwas steileren Abstieg das Ufer der „La Lesse“. Kurz grübeln wie wir über den Fluss kommen (schwimmen? Brücke bauen? auf einem Floß paddeln?), entdecken wir den Fußweg auf der über uns hinweg ragenden Eisenbahnbrücke. Glück gehabt! Am Ufer der „La Lesse“ entlang und dem Campingplatz am anderen Ufer gegenüber, erreichen wir das auf der rechten Seite liegende Städtchen Houyet. Am bunten Kajak-Verleih vorbei auf den Bahnhof zusteuernd, können wir nicht ohne Halt bei der „Snack Friterie de la Lesse“ weiterlaufen. Erstmal ganz klassisch belgische Fritten essen und eine Pause in Houyet einlegen. (Mehr über Houyet weiter unten)

Der Weg zurück nach Férage führt uns durch das Örtchen Houyet, an dessen Ende bei einer T-Kreuzung wir nach rechts abbiegen und an der Rückseite des Campingplatzes vorbeilaufen. Am Ende des Platzes geht es links bergauf zum Anstieg in den Wald. Von hier an wird der Weg sehr matschig, was allerdings am Regen der letzten Tage liegen muss. Gut, dass wir alle dicke Wanderschuhe anhaben und uns von dem bisschen Matsch nicht abschrecken lassen. An einem kleinen Bachlauf entlang, gelangen wir in einen Eichenwald und erleben zum wiederholten Mal wie mystisch Belgien sein kann. Wie aus dem Nichts tauchen wir kurz vor Férage wieder aus dem Wald auf und schlendern vorbei an einer Kuhwiese zurück zu unserem Ferienhäuschen.

Karte & Daten der Wanderung

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In Houyet

Belgische Fritten in HouyetDas kleine Städtchen Houyet bietet sich definitiv für eine kleine Pause im Rahmen einer Wanderung an, ist aber gleichzeitig auch ein idealer Ausgangspunkt für Kajak paddeln auf der „La Lesse“. Im Gebäude des Bahnhofs befindet sich das öffentlich zugängliche Tourist Office, in dem man sich bestens mit Flyern, Karten und natürlich Tipps über die Region versorgen kann. Auch aus kulinarischer Sicht lohnt ein Halt in Houyet. In der unscheinbar wirkenden „Snack Friterie de la Lesse“, direkt gegenüber vom Bahnhof, kann man belgische Fritten mit verschiedenen Saucen genießen (unsere persönlichen Favoriten: Curry Sauce und Andaluse!).

Süße Verführung in HouyetWer es lieber süß mag, der wird sich in die Leckereien der Boulangerie-Patisserie „Salon de Degustation“ verlieben. Hier wird eine verlockende Auswahl an belgischen Pralinen, Törtchen und frischem Brot geboten. Mit unserer Foto-Knipserei durch das Schaufenster bringen wir die Kundschaft und den Besitzer im Laden zum lachen. Drinnen verständigen wir uns mit einer Mischung aus Schulfranzösisch und wilder Gestik. Kurz noch erklärt, dass aus unserer Sicht die französischen Sprache „fou“ ist, was die Zahl 80 beweist (in deutsch = 4 mal 20).

Ferienhaus von Ardennes Etape

Ferienhaus von Ardennes EtapeUnser uriges Ferienhaus liegt idyllisch im kleinen Dorf Férage (Nähe Houyet, circa 4,5 km) mitten auf dem Land zwischen Kuhweiden und grünen Wiesen. Mit einer Größe für insgesamt 6 Personen, viel Naturmaterial, einem Kamin mitten im Wohnzimmer, verwinkelten Ecken mit gemütlichen Sesseln, drei sehr unterschiedlichen Zimmern, einem großen Holzesstisch und einem Brunnen vor der Tür, findet jeder von uns genug Raum um zu entspannen und sich gleichzeitig heimisch zu fühlen. Besonders beeindruckten ist ein Spaziergang zum Sonnenaufgang im morgendlichen Nebel. Der angrenzende Wald und die weiten Wiesen wirken besonders mystisch um diese Uhrzeit. Noch mehr Ferienhäuser in dieser Art, aber auch im moderneren Stil und mit Extra-Luxus wie z.B. einer Sauna, bietet Ardennes Etape, dem belgischen Anbieter von hochwertigen Ferienhäusern und Luxus-Villen in den Ardennen.

#Bloghouse

Die Idee zu dieser Reise ist gemeinsam mit Roya von 29 Grad und Sonne und Beatrice von Reisezeilen entstanden. Als Betreiber von 3 unterschiedlichen Blogs, haben wir uns überlegt gemeinsam Orte zu bereisen und darüber aus unterschiedlichen Perspektiven zu berichten, je nach Fokus unseres eigenen Blogs. Daraus ist die Idee für #Bloghouse und dieser Reise nach Belgien entstanden. Vielen Dank an Ardennes Etappe für das zur Verfügung stellen dieses wunderschönen Ferienhauses in Férage (Houyet) für unsere Aktion! In Zukunft planen wir weitere gemeinsame Touren dieser Art.

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Landlinien wurde Anfang 2009 von Designerin Daniela Klütsch gegründet. In ihrer Agentur daklue beschäftigt sie sich hauptberuflich mit Kommunikation für nachhaltige Unternehmen. Wie beim Reisen spielt auch dort das Thema „Entschleunigung“ eine große Rolle. Wenig kommunizieren, dies aber bewusst, achtsam sein, mit sich selbst und seiner Umwelt… das sind Gedanken die sie Tag für Tag antreiben

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