Die Idee dahinter

Den Anstoß zu Landlinien gab mir vor knapp 10 Jahren das Buch „100 legendäre Reiserouten“ von Keith Lye und ein Gedanke, den ich bereits in meiner Diplomarbeit „Lebensspuren“ im Jahr 2006 verfolgt hatte. Bei der Entdeckung der vielen „Landlinien“ in dem genannten Buch, die sich über unsere Kontinente und Weltmeere ziehen, wurde mir wieder bewusst: nur wer Spuren entdeckt, kann Neue hinterlassen. Nach meiner ersten großen Wanderung auf dem Jakobsweg startet ich dann Anfang 2009 diesen Blog.

Man spricht von Luftlinie, um die kürzeste Entfernung zwischen zwei Orten über den direkten Luftweg zu beschreiben. Mehr als 300 Wasserlinien verbinden Kontinente und versorgen Mensch wie Tier, so wie Adern einen Körper. Seit 1923 die erste Autobahn eröffnet wurde, ziehen sich grauen Asphaltlinien wie ein Netz über das Land. Auch Bahnlinien haben sich ihren Weg auf Schienen über, unter und durch die Landschaft geformt. Grenzlinien unterteilten seit Anbeginn der Menschheit Länder in einen Flickenteppich. Selbst in den vom Menschen unberührten Gegenden wie Wüsten, Bergmassiven und wilden Dschungeln suchen sich Linien ihren natürlichen Weg nach vorn.

Seither ist Landlinien Stück für Stück gewachsen und ich mehr gereist. Nach den ersten Kommentaren zu meinen Reisen und dem durchweg positiven Feedback, packte mich die Motivation das Schreiben regelmäßig zu betreiben. Ich baute den Blog weiter aus, arbeite mich nebenher in WordPress ein und investierte viel liebevolle Zeit. Fast wie von alleine ergaben sich seither interessante Kooperation und Projekte, wie diverse Pressereisen oder unsere Wanderung über die 7 Brücken Kölns. Besonders freut mich, dass das Team hinter Landlinien mit gewachsen ist und „wir“ größer geworden sind. Kein Wunde eigentlich, denn es gibt noch so viel mehr zu entdecken!