Frühling in Amsterdam

Amsterdam ist ein einziger Rausch… und das ganz ohne Drogen. Die Hauptstadt unserer niederländischen Nachbarn hat weitaus mehr zu bieten als nur Rotlicht und Coffee-Shops (und ist nebenbei weitaus belebter als das touristische Brügge). Mit der höheren Anzahl an Brücken als in Venedig beispielsweise, hat man das Wasser immer an seiner Seite und bei schönem Wetter das Spiegelbild des blauen Himmels darin. Im Frühjahr wechselt dann blau zu grün, wenn die über 380.000 Bäume (fast 4mal soviel wie in Paris!) anfangen zu blühen. Auch im weiteren Stadtbild hält die Natur Einzug: Mode trägt man Secondhand, E-Carsharing mit fast 1000 Ladestationen, 2040 soll der gesamte Verkehr E-betrieben sein, Bio auf dem Wochenmarkt, im Café und vielen Shops, Fahrräder an jeder Ecke mit eigenen Parkhäusern sowie Straßen. Das lässt das Öko-Herz höher schlagen. In 3 Tagen wollen meine Schwester und ich die Stadt erkunden. Mit einem Reiseführer und vielen wertvollen Tipps bepackt, reisen wir bequem und günstig mit der Bahn an (für nur circa 50 € pro Person Hin- und Zurück dank Bahn-Special). Im selben Stil hausieren wir über airbnb bei einem „Local“; etwas außerhalb (in Bos en Lommer, etwa 20 Minuten mit dem Bus vom Hauptbahnhof) dafür günstig und vor allem authentisch. Als würden wir eine Freundin besuchen, erleben wir mit Jon persönliche Momente, interessante Gespräche über das Leben in Amsterdam, hohe Mieten und was man sich nicht entgehen lassen sollte. Außerdem serviert sie uns jeden Morgen ein zauberhaftes Frühstück, während ihre Katze Jopie um unserer Beine schleicht.

Wir schaffen es tatsächlich in den 3 Tagen jedes Viertel (des näheren Zentrums) zu durchqueren, wenn zum Teil auch nur flüchtig, und das zu Fuß, dem Rad, dem Bus und dem Boot…finden hier den Frühling, der sich bisher versteckt hat,  genießen die ersten Sonnenstrahlen am Wasser…schlendern über den Noordermarkt, den Dappermarkt (jeden Tag zum empfehlen, außer Montag!), den Flohmarkt beim Waterlooplein, Bloomenmarkt und auch noch dem Wochenmarkt an der Lindengracht… essen von Tantes Torte über selbstgemachte Fritten bis Fischbrötchen alles was Appetit macht… radeln einmal rund um Amsterdam, mit nur einem Fast-Unfall, bis in den Hafen… erleben die Stadt in schrill & laut bis natürlich & still … entdecken das schönste Kino der Welt… sind verblüfft von soviel Attraktivität im Rotlicht… lachen unentwegt über die Kuriositäten dieser Stadt… erleben die Amsterdamer von ihrer (sehr sympathischen) politisch-aktiven Seite, als Herr Putin seinen Besuch abstattet… legen einen Auftritt wie bei „Lola rennt“ hin, nur auf dem Rad… verlieben uns in eine Bibliothek… und wissen jetzt schon, dass  diese 3 Tage viel zu kurz sind. Alle Bilder zu dem Wochenend-Trip in Amsterdam habe ich auch hier bei flickr zusammengestellt.

Unsere persönlichen Tipps für ein Wochenende in Amsterdam:

Noordermarkt in JordaanNoordermarkt

Jeden Samstag findet hier ein sehr vielseitiger Öko-Markt mit angrenzendem Trödel statt. Besonders schön ist es mit viel Zeit drüber zu schlendern, frisch einzukaufen und abends selber zu kochen. Von Käse über Kräuter bis zu Austern findet man hier wirklich alles. Besser als jede Suche nach „dem besten“ Restaurant. www.noordermarkt-amsterdam.nl

Spaziergang durch Jordaan & Westerpark

Durch die beiden Viertel kann man sich am Besten ohne Plan und mit reinem Gefühl bewegen. Nahezu jede Straße, ob an der Gracht oder mittendrin, ist bestückt mit zauberhaften Cafés und Shops. Viel zu sehen und zu shoppen gibt es auf der Haarlemmerdijk. Hier entdeckt man noch gut erhaltene Vintage-Kleidung oder Trödelschätze. www.amsterdam.info/jordaan

Fahrradtour

Ohne viel Tam-Tam einfach ein Rad mieten und mit der Karte in der Tasche durch Amsterdam radeln: das macht Laune. Mac Bike hat 4 Stationen in der Stadt und bietet neben dem Verleih auch geführte Touren an. Besonders schön: immer am Wasser entlang hoch zum Hafen, wo es sehr viel ruhiger zugeht als in der Stadt. www.macbike.nl

Hannekes BoomHannekes Boom

Wie beschreibt man Hannekes Boom wohl am Besten? Es ist ein friedlicher Ort, wie auf einer Insel, mitten im Hafen vom Amsterdam. Hier kann man bei einem Kaltgetränk auf dem Steg sitzen und entspannen, picknicken oder eines der Bio-Gerichte genießen, und am Wochenende zu Musik in der schnörkerlosen Bude tanzen. www.facebook.com/HannekesBoom

Zentralbibliothek von AmsterdamZentralbibliothek

Die Zentralbibliothek im Hafen von Amsterdam ist mehr als einen Besuch wert. Kinderbücher liest man in bunten Höhlen und Studenten sitzen am iMac. Man sollte einfach mal eintreten und Etage für Etage erkunden, bis man oben aus der 7ten Amsterdam von oben überblicken kann. Und das alles kostenlos! www.oba.nl

Tuschinski Theater in AmsterdamTuschinski Kino

Atemberaubend ist das Tuschinski Theater, das heute als Kino dient. In dem einzigartigen Art-Déco Gebäude, wirkt alles, bis ins letzte Detail, noch wie in den 20er Jahren. Im großen Saal thront man hier auf einem der 784 Plätze. Hier einen Film auf der großen Leinwand zu sehen ist mehr als ein Erlebnis. de.wikipedia.org/wiki/Tuschinski-Theater

Grachtenfahrt in Amsterdam: Hop-On Hop-OffHop On-Hop Off Boot

Mit dem Canalbus kann man Amsterdam auf seinem schönsten Element, dem Wasser, erleben. Für 20 € schippert man hier mit nur einem Ticket auf 4 Routen und 19 Stops innerhalb von 24 Stunden. Ideal nach zwei Tagen Fußmarsch und Radralley… the easy way eben. www.canal.nl/de/canal-bus

Weitere Städtereisen in unserem Blog:

3 Kommentare

  1. Christin

    Hach, das klingt nach ein paar wunderschönen Tagen! Jetzt freu ich mich noch mehr Pfingsten, denn da bin ich für 2 Tage in Ansterdam. Mal schauen, welchen deiner Tipps wir folgen werden. 🙂

  2. Pingback: Am Strand von Zeeland | Landlinien Reiseblog

  3. Pingback: Das Venedig des Nordens: Brügge | Landlinien Reiseblog

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