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Packliste für Thailand mit Baby

Zwei Monate unterwegs mit einem Einjährigen in Südostasien

Packliste für Thailand? Einfach, für uns zwei Erwachsene mit Reiseerfahrung. Packliste für Thailand mit Baby? Schwierig, für uns zwei Eltern mit einer unterschiedlichen Ansicht was den Umfang angeht. Nick, eher minimalistisch. Ich, eher detailverliebt. Und wo treffen wir uns? Irgendwo zwischen 15 und 30 Kilo? Oder ganz anders? Wir haben uns auf getrenntes Packen (nach einer langen Diskussion) geeinigt, frei nach dem Motto „Du darfst alles mitnehmen was Du willst, wenn Du es selber trägst!“ Bekomm ich hin. Dann kann ich auch die Feuchttücher für die Hände mitnehmen, juhu! Aber genug Sarkasmus… jetzt wird es Ernst. Schauen wir mal genau hin und überlegen, was wir für zwei Monate in Südostasien wirklich brauchen.

Anders planen und packen mit Kind

Die letzten Reisen nach Thailand (6 für Nick und 2 für mich) haben uns gelehrt: Es gibt (fast) alles vor Ort, und das (nahezu) rund um die Uhr. Die Infrastruktur für unsere kommende Reise mit Kind im Januar 2020 ist – das haben wir bei der Reisplanung extra beachtet – so gut ausgebaut, dass immer ein 7-Eleven in der Nähe ist, um uns mit dem Nötigsten fürs Kind zu versorgen. Was ich zuhause an Frischhalteboxen mit Obst für unterwegs mitnehme, bekomme ich dort frisch an jeder Ecke. Man darf nicht vergessen, dass gerade Thailand DAS Street-Food-Land ist, und die Thais auf der Strasse entweder A) kochen oder B) selber essen oder C) beides zusammen. Das Kochen als auch das Essen ist aus der thailändischen Kultur nicht wegzudenken. Und ja, da gebe ich Nick Recht, natürlich haben die Thais auch Kinder und alles was man für sie braucht. Es gilt nun abzuwägen, was kann man nicht (in der selben Qualität) vor Ort bekommen (wie z.B. spezielle Medikamente (Globuli), Sonnencreme, Milchpulver, Fahrradhelm, Wolle-Seide-Kleidung) und was sind Standardartikel, die vielleicht fast 1:1 dieselben wie in Deutschland sind und für einen beschränkten Zeitraum reichen (wie z.B. Windeln, Decke im Flieger, Strandspielzeug).

Gewicht sparen

Ein großes Thema für wahrscheinliche jeden, der verreist und das auch noch mit Backpack und Baby, ist das Gewicht. Henri wiegt jetzt schon soviel wie ein vollgepackter Rucksack (um die 9 kg), so dass unsere anderen Rucksäcke möglichst leicht sein sollten. Daher auch Nicks Bedenken was meine – für ihn viel zu lange – Packliste angeht. Nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ beäugt er jeden aufgeführten Punkt kritisch, wie eben auch die eingangs erwähnten Feuchttücher für die Hände. Es gibt Dinge, über die ich nicht diskutiere (ihr könnt es Euch denken… Feuchttücher für die Hände… genau), aber auch solche bei denen ich kompromissbereit bin.

Kleidung

Bei Henris Kleidung sparen wir besonders an Gewicht, da wir auf Wolle-Seide-Kleidung setzen. Diese hat sich bei uns im Winter als auch im Sommer bewährt, denn sie ist A) dünner als normale Baumwollkleidung und trocknet dementsprechend viel schneller und B) sie wärmt nicht nur sondern kühlt auch. Ein Vorteil, wenn es tropisch warm ist und man so oder so schwitzt. Ein weiterer Vorteil: Sie dient als Sonnenschutz und spart lästige Sonnencreme. Wir nehmen daher an Kleidung (sowohl für Henri wie auch für uns) weniger statt mehr mit und werden vor Ort öfter die Kleidung waschen (lassen).

Buggy & Trage

Um mit Henri von A nach B zu kommen, haben wir uns für eine Trage UND einen Buggy entschieden. Die Trage hat sich im ersten Babyjahr als DAS Transport- und gleichzeitig Beruhigungsmittel schlechthin erwiesen. Unser Sohn findet darin Ruhe, bekommt direkte Nähe und lässt sich mittlerweile gut hinten sowie vorne tragen. Perfekt also für die Zeit im Flieger und hektische Tage in Singapur und Bangkok. Allerdings geht das nicht über Stunden, so dass wir noch nach einem extra Gefährt gesucht haben und dabei auf den Smiloo Cuby der Marke Gesslein gestoßen sind. Das familiengeführte Unternehmen setzt seit 1950 Jahren auf durchdachtes und gleichzeitig modernes Design und bietet eine breite Palette an individuellen Modellen. Uns hat das schlichte Design und die hohe Funktionalität der Buggys „ohne Schnick Schnack“ überzeugt. Die Smiloo Serie ist besonders für junge Reisende geeignet, die flexibel sein wollen, ohne am Komfort zu sparen. Insbesondere der Cuby eignet sich hervorragend für eine Reise wie die unsere. Er ist leicht, zusammengeklappt klein genug für´s Handgepäck und ausgeklappt ein schickes Gefährt. Er kommt also mit und wird in den 2 Monaten ausgiebig getestet, ob als Gepäck an Bord, in der Stadt, am Strand oder als Schlafstation für Henri.
Der Bericht dazu erscheint nach unserer Reise dann unter „Produkttest“ hier im Blog!

Reisebett

Noch ein wichtiges Utensil, das wir extra mitnehmen möchten, ist ein Reisebett. Hier gilt Ähnliches wie für den Buggy: Es sollte leicht, einfach zu handhaben und gleichzeitig bequem sein. Die meisten Reisebetten kommen allerdings klobig und viel zu groß daher, mit Außnahme  von Deryan. Das niederländische Unternehmen ist spezialisiert auf leichte Kinderreiseprodukte. Im Bereich Reisebetten bieten sie aktuell sechs Modelle an von 0 bis 4,5 Jahre. Auf der Website kann man sein Wunschmodell nach dem Baukastenprinzip noch weiter ausstatten wie z.B. mit einer extra Welcool-Matratze oder einem Schlafsack. Wir werden das Baby Luxe mitnehmen. Das Großartige an den Reisebetten ist, so finde ich, dass sie sich wie ein Wurfzelt auf- und abbauen lassen. Wobei bauen der falsche Begriff ist: Man öffnet einfach eine Lasche, und das Bett steht. Das besondere Highlight für uns ist die luftige Bauweise und das Moskitonetz rundherum. So können wir das Bett nicht nur als Bett sondern auch als geschützten Ort am Strand für Henri nutzen. Leicht transportieren lässt es sich allemal.
Auch hierüber folgt der Testbericht nach unserer Reise bzw. Bilder von unterwegs mit dem #deryan auf Instagram!

Rucksack

Dieses Jahr haben wir eine neue Outdoormarke für uns entdeckt: Gregory. Das Unternehmen aus Salt Lake City entwickelt Rucksäcke, „die mit dem Körper statt gegen ihn arbeiten“. Davon konnten wir uns auf unserer Wandertour am Rhein überzeugen, vorne Henri in der Trage und auf dem Rücken der Tagesrucksack Maya 16. Diesen nehmen wir auf jeden Fall mit sowie seinen größeren Kumpel den Jade 53. Mit 53 Litern groß genug um für den Transfer die weniger sperrigen Teile darin unterzubringen und für vor Ort klein genug, um ihn für längere Ausflüge zu nutzen. Großer Vorteil: Der Zugriff zum Innenteil auf der Frontseite und die Stretch-Seitentaschen, durch die man die Trinkflaschen unterwegs rausnehmen kann ohne den Rucksack absetzen zu müssen.
Den Jade 53 werden wir auf unserer Reise ausgiebig testen und später darüber schreiben!

Es wird konkret: Noch 2 Tage bis zur Abreise und ich bin tierisch nervös. Was wenn Henri vorher krank wird? Was wenn er den ganzen Flug durch schreit? Was wenn er Thailand hasst und jeden Tag nach Hause will? Was wenn wir etwas vergessen haben? Was wäre könnte hätte Fahrradkette… dreimal tief Luft holen und zurück in die Gegenwart. Erstmal einen Plan machen, dann weitersehen.

Ich packe Henri`s Koffer und nehme mit…

Taschen

  • Backpack Gregory Jade 53 (53 Liter)*
  • großer Koffer
  • Tagesrucksack Gregory Maya 16 (16 Liter)*
  • Tagesrucksack von Samsonite (nutzen wir als Wickeltasche)

Buggy & Trage

  • Trage von Ergobaby
  • Buggy Smiloo Cuby von Gesslein*
  • 2x Sonnensegel, Moskitonetz und Tasche für den Buggy

Reisebett & Hängematte

Kleidung

  • 3x Langarmbodys (Wolle-Seide)
  • 2x Langarmshirts (Wolle-Seide)
  • 2x lange Hosen (Wolle-Seide)
  • 2x kurzärmlige Bodys
  • 2x Shorts
  • 1x T-Shirt
  • 1x kurzen Strampler
  • 1x Schlafanzug
  • 2x UV-Schwimmanzüge, 2x UV-Shirts, 1x Badehose
  • 2x Halstücher
  • 5x Mützen (eine davon mit UV-Schutz, eine für den Flieger)
  • 2x Paar Socken
  • 3x Paar Schuhe (eins davon Aquaschuhe)
  • 1x Overall

Schwimm- & Spielzeug

  • Schwimmweste
  • Schwimmring
  • Frottee Overall
  • Handtuch (1x kleines aus Mikrofaser, 1x großes)
  • 5 Pixi Bücher
  • Familienfotoalbum

Windeln & Co

  • 1x Packung Pampers
  • 5x Schwimmwindeln (hatten wir noch übrig)
  • 3x Packungen Feuchttücher (aus 99% Wasser)
  • 2x Packungen Desinfektionstücher
  • 2x Packungen feuchte Handtücher
  • 3x Mulltücher

Reiseapotheke

  • Ballistol Stichfrei Mückenschutz Creme
  • Squitos Mückenschutz Pflaster
  • Aqua Pfaster
  • Dr. Bronner 18-in-1 Baby-Mild Naturseife (auch für die Wäsche geeignet)
  • Baby Duschgel (ohne Tränen)
  • Medikamente bei Erkältung (Hustensaft, Nasentropfen, Augentropfen, Thymian-Balsam, Nasen-Balsam, verschiedene Globuli, Paracetamol-Zäpfchen, Zwiebelsäckchen, Fieberthermometer)
  • Medikamente bei Insektenstichen (Apis Globuli, Combuduron Gel, Zeckenzange, Stichsauger)
  • Medikamte bei Zahnungsbeschwerden (Osanit und Belladonna Globuli, Zahnungsgel)
  • Sonnen- bzw. Hautschutz (Lavera Sensitive Sonnencreme LSF50, Neuroderm Pflegelotion, Penaten, InfectoSoor Salbe)

Einen Teil der Medikamente (rechts im Bild) nehmen wir mit ins Handgepäck

Essen & Trinken

  • Verschiedene Snacks von Freche Früchte
  • 1x Fruchtgläschen (für den Flug)
  • 2x Quetschies (ausnahmsweise für den Flug)
  • getrocknete Mango
  • Snackbox mit Obst
  • 2 kleine Nuckelflaschen (für Tee)
  • 1 Trinklernbecher
  • Snacks für den Flug s. unter „Handgepäck“

Handgepäck

  • Wickelquick
    (mit 10 Windeln, Feuchttüchern, Windelabfalltüten, Desinfektionsgel und -spray, 1x Kurzarmbody und Hose, Wundcreme)
  • 2x Nuckis mit Band
  • Pass und Visum
  • 2-3 Bücher
  • Kuscheltier und Kissen
  • Notfall Medikamente
    (Nasentropfen, Augentropfen, Zäpfchen, Osanit & Zahnungsgel, Fieberthermometer, Globuli für Fieber, Bachblüten)
  • Desinfektionsgel und -tücher
  • Snacks für einen Tag
    (2x Bananen, Blaubeeren, 1x Birne, Weintrauben, Nudeln mit Gemüse, Brötchen, 2x Flaschen und 1x Becher Tee, 2x Quetschies, trockene Snacks (z.B. von freche Früchte))
  • 2x Lätzchen
  • Feuchttücher für Hände, Waschlappen
  • 1 kleines & 1 großes Mulltuch
  • Wechselkleidung (Overall, Body, Hose, Shirt, Anti-Rutschsocken, Mütze)

Wobei man ja auch sagt, dass man nachher schlauer ist als vorher, und der beste Plan der ist, keinen zu haben. Wie dem auch sei, wir werden berichten, ob es Feuchttücher für die Hände rund um die Uhr im Flieger gab, wie oft am Tag wir zum 7-Eleven gerannt sind, und was wir vielleicht doch vor Ort vermisst haben. Bis dahin könnt ihr unsere Reise im Feed und den Stories bei Instagram folgen und uns gerne vorher noch Eure Tipps schicken.

Was gehört für Euch definitiv in den Kinderkoffer? Was hat sich für einen langen Flug bewährt? Und was würdet ihr von unserer Packliste wieder streichen?

* Alle markierten Produkte haben wir von dem jeweiligen Hersteller gesponsert bekommen. Wir werden sie ausführlich auf unserer Reise testen und im Anschluss darüber schreiben. (WERBUNG)

Landlinien wurde Anfang 2009 von Designerin Daniela Klütsch gegründet. In ihrer Agentur daklue beschäftigt sie sich hauptberuflich mit Kommunikation für nachhaltige Unternehmen. Wie beim Reisen spielt auch dort das Thema „Entschleunigung“ eine große Rolle. Wenig kommunizieren, dies aber bewusst, achtsam sein, mit sich selbst und seiner Umwelt… das sind Gedanken die sie Tag für Tag antreiben

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