Summerrolls
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Summerrolls – Der leichte Sommersnack

Fingerfood aus Vietnam

Eine leckere vietnamesische Vorspeise, die es in verschiedensten Variationen gibt, ist die Gỏi Cuốn. Wörtlich übersetzt bedeutet das „Salatrolle“ und in der Speisekarte findet man sie meist als Summerrolls. Das Gericht ist in den meisten südostasiatischen Ländern verbreitet und wird an vielen Streetfood-Ständen angeboten. Da Summerrolls kalt gegessen werden, eignen sie sich auch gut bei heiß-schwülen Wetter zum Verzehr.

Leckeres Fingerfood in verschiedenen Variationen

Summerrolls ähneln den Frühlingsrollen, allerdings werden sie in Reispapier gewickelt und nicht frittiert, sondern kalt genossen. Das schöne am Reispapier ist auch, dass es transparent ist und man daher sehen kann, was drin ist. Hineinrollen kann man, was das Herz begehrt: Zum Beispiel Salate, Sprossen, Möhren, Gurke, Kimchi, Pak Choi, Paprika, Tomaten, Glasnudeln, Pilze, Kräuter, frische Minze, Thaibasilikum, Schnittlauch, Avocado, Fleisch, Fisch, Gambas, gehackte Erdnüsse und vieles mehr. Einige Zutaten wie Fleisch, Tofu, Fisch oder Kohl kann man auch vorher fertig braten bzw. garen und mit in die Sommerrolle einwickeln.

Summerrolls eignen sich hervorragend für ein Abendessen mit vielen Leuten, so dass jeder seine Gỏi Cuốns individuell zusammenstellen kann. Auch Kinder haben erfahrungsgemäß viel Spaß an der Essensbastelei. Man wählt einfach so viele Zutaten wie man möchte und stellt diese kleingeschnitten in verschiedenen Gefäßen auf den Tisch. Dazu noch 3-4 selbstgemachte Soßen zum dippen und einen Teller für jeden zum Rollen. Zwei meiner Lieblingssoßen, die ich selbst entwickelt habe und die man ganz einfach und schnell zuzubereiten kann, sind Erdnuss-Dip und Kokos-Wasabi-Soße.

Das Wickeln der Rollen erfordert ein wenig Übung, aber man hat es ziemlich schnell raus. Das Reispapier wird kurz in lauwarmes Wasser getaucht, damit es weich und klebrig wird. Dann platziert man alle Zutaten, die man in seiner Rolle haben möchte in Form einen länglichen Haufens in der Mitte des Reispapiers, so dass man zu den Seiten noch 2-3 Zentimeter Platz hat. Dann rollt man alles halb ein, klappt die Rolle dann seitlich zu und wickelt sie dann bis zum Ende auf. Man kann die Soßen direkt mit einwickeln, oder die fertigen Rollen hinterher hinein dippen oder auch beides.

Zubereitung der Soßen

Erdnuss-Dip:

3-4 große EL Erdnussbutter (wer mag mit Stückchen), 2 EL angeöstete gehackte Cashewkerne, 0,1 Liter Kokosmilch, 1 TL Chiliflocken, eine Prise Salz, Wasser und ein Spritzer Agavendicksaft in einem kleinen Topf erhitzen und umrührend, bis alles zu einer geschmeidigen dickflüssigen Masse geworden ist. Mit dem Wasser die Konsistenz gegebenenfalls korrigieren.

Wasabi-Kokos-Soße:

0,1 Liter Kokosmilch, eine Prise Salz und Wasabi nach belieben verrühren. Da frischer Wasabi in Deutschland nur sehr schwer zu bekommen ist, kann man auch Wasabipaste aus der Tube oder Wasabipulver benutzen. Nicht kochen!

Summerrolls Soßen

Enokipilze – herzhaft würziger Snack

Als Snack-Beilage eignen sich hervorragend würzig marinierte und gebackene Enokipilze, die man in jedem Asialaden erhält. Für die Enokipilze habe ich inzwischen meine eigene Marinadenrezeptur, damit schmecken die Pilze hinterher wie knusprige Hähnchenhaut.

Zubereitung der Enokipilze

Für die Marinade 2 EL Sesamöl, eine gute Prise Meersalz, eine gute Prise Chiliflocken, einen kleinen Spritzer Agavendicksaft und einen kleinen Spritzer Limettensaft gut miteinander verrühren. Den Wurzelbereich der Enokipilze abschneiden und die Pilze alle einzeln auseinander pflücken, in die Marinade einlegen und vermengen, so dass die Pilze überall gut mariniert sind. Die Enokis auf einem Backblech mit Backpapier verteilen, so dass sie möglichst wenig übereinander liegen. Bei 180 Grad ca. 20-30 Minuten backen, bis sie leicht braun werden. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Fertig!

Mit immer wieder wechselnden Zutaten und Soßen schmecken die Summerrolls nie langweilig und jedes Mal anders, und es ist ein großer Spaß, zusammen zu wickeln und sich hinterher über die mehr oder weniger gelungene Rolle zu amüsieren. Für den Geschmack ist die perfekte Form zum Glück nicht wichtig.

 

 

Thailand hat es Nick Reiter besonders angetan. Bereits sechsmal in Folge bereiste er dieses Land in den letzten 7 Jahren. Auf der Suche nach besonderen Abenteuern kommt er auf seinen Reisen schnell mit Einheimischen in Kontakt und mag es Kultur und Kulinarik abseits vom Touristenstrom zu erleben. Neben Landlinien gilt Nicks zweite Leidenschaft dem Kochen, am Liebsten asiatisch.

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